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  • Uwe Kronenberg

Radon die unterschätzte Gefahr

Radon ist nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs.

Das in der Natur vorkommende radioaktive Edelgas entsteht im Erdreich und kann von dort in Innenräume gelangen.

Radon ist unsichtbar und geruchlos.

Aus natürlichem Uran in Böden und Gesteinen entsteht Radon.

Vom Erdboden gelangt Radon ins Freie und in Gebäude.


Atmet man Radon und seine radioaktiven Folgeprodukte über einen längeren Zeitraum in erhöhtem Maße ein, steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Oft reichen kleine Maßnahmen aus, um den Radongehalt in Innenräumen und damit das Erkrankungsrisiko deutlich zu senken.


Diese Gefahr ist messbar und nachgewiesen - und im Übrigen deutlich höher als die viel diskutierte Strahlung von Handys oder Mobilfunkmasten.


Viele haben noch nie von Radon gehört, obwohl rund 1900 Menschen jedes Jahr in Deutschland dadurch sterben.


Die Deutschlandkarte des Bundesamtes für Strahlenschutz zeigt wo die Radon Belastung besonders hoch ist.


Wie kann ich den Radongehalt in meiner Wohnung oder auf unserem Grundstück überprüfen?


Dafür gibt es zwei Methoden

  • Aktive Messgeräte

  • Passive Detektoren

Aktive Messgeräte wie das Radon Eye messen selbstständig den Gehalt in der Luft.

Allerdings sind sie mit einem Preis von knapp 300 Euro relativ teuer und lohnen sich eigentlich nicht zu einmaligen Überprüfungen.

Diese Geräte können auch gemietet werden, was etwas günstiger ist.


Passive Detektoren sind nur zum Einmalgebrauch geeignet und dadurch für etwa 20 bis 30 Euro deutlich günstiger.

Man kann die Boxen über das Internet beziehen und stellt sie auf für eine kurzfristige (10-14 Tage) oder langfristige Messung (1-12 Monate) auf.

Danach sendet man sie an ein vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkanntes Prüflabor für Radonmessungen zur Datenanalyse.

Anschliessend erhält man einen Prüfbericht.


Wie kann ich mich vor Radon schützen?


Ist zu viel Radon im Haus, hilft als Erstmaßnahme, regelmäßig und intensiv zu lüften.

Dann sollte ein Spezialist hinzugegezogen werden, um weitere Schritte wie eine Abdichtung etc. durchzuführen.


So können Risse und Öffnungen in Keller und Erdgeschoss abgedichtet werden.

Auch ein sogenannter Radonbrunnen, der radonhaltige Luft unter dem Gebäude absaugt, oder Dränagesysteme können helfen.


Radon und die damit verbundenen Gesundheitsgefahren sollte man nicht unterschätzen.


Wer in einem Gebiet mit erhöhter Radonstrahlung lebt, kann sich mit den o.g. Methoden einfach und günstig Beruhigung verschaffen.

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