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  • Uwe Kronenberg

CO oder CO2 Melder – der Unterschied!

Die unsichtbaren Gefahren und wie man sie erkennt



Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kohlenmonoxidmelder (CO Warnmelder) und Kohlendioxidmelder (CO2 Warnmelder) und wann machen welche Warnmelder Sinn?


Das bedeuten die chemischen Verbindungen CO und CO2:


Kohlenmonoxid [CO]: Kohlenstoffmonoxid, auch Kohlenmonoxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO. Es ist ein farb-, geruch-, geschmackloses und giftiges Gas.


Kohlendioxid [CO2]: Kohlenstoffdioxid, auch Kohlendioxid oder in gelöster Form umgangssprachlich oft Kohlensäure genannt, ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. Kohlenstoffdioxid ist ein unbrennbares, saures, farb- und geruchloses Gas, das sich gut in Wasser löst.



Der Kohlenmonoxid Warnmelder


Kohlenmonoxid CO Warnmelder

CO entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Holz, Kohle oder Gas. Kann das giftige Gas nicht nach draußen abziehen, weil Ventile defekt sind oder der Abzug verstopft, bleibt es in der Wohnung.


Luftdicht schließende Fenster oder eine Abzugshaube verstärken die Gefahr:

Die Konzentration an gefährlichem Kohlenmonoxid steigt, der Gehalt an lebenswichtigem Sauerstoff sinkt.


In diesem Fall kommen die Kohlenmonoxid Warnmelder zum Einsatz, welche bei erhöhter CO-Konzentration in Innenräumen ein lautes akustisches Signal abgeben. Sie machen vor allem in bei Gas im Heizungsraum Bereich oder offenen Feuerstellen wie Kamin, Kaminöfen oder Gasthermen Sinn.


Die Prüforganisation Dekra rät in Wohnungen mit Kaminöfen sowie Öl- oder Gasheizungen zur Installation solcher Warnmelder auch in Schlafräumen und Fluren, damit das gefährliche geruchlose Gas rechtzeitig erkannt wird.


Vergiftungen sind aber auch möglich, wenn man gasbetriebene Heizpilze oder Gasgrills in geschlossenen Räumen verwendet.


Auch auf einem nur halb geschlossenen Balkon kann das zum Problem werden da das Gas nicht ausreichend entweichen kann.


CO Kohlenmonoxid ist tückisch, da man das Gas nicht sehen, riechen oder schmecken kann.

Erste Symptome einer Vergiftung sind laut Bundesamt für Risikobewertung Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen.


Später können Herzrasen, Bewusstseinsstörungen und Muskelschwäche hinzukommen.

Vergiftungen können zum Erstickungstod führen, da sich CO an den Sauerstofftransporter Hämoglobin bindet und somit die Sauerstoffversorgung im Körper mindert.


Gute CO Kohlenmonoxid Warnmelder kosten etwa € 40,- und erkennen rechtzeitig diese unsichtbare und geruchlose potentiell tödliche Gefahr.



Kohlendioxid CO2 Melder


Kohlendioxid CO2 Anzeigen

Kohlendioxid ist das natürliche Seitenprodukt von menschlicher und tierischer Atmung, Fermentation, chemischen Reaktionen und Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Holz.


Im Brandschutz machen Kohlendioxid-Melder grundsätzlich wenig Sinn.

Diese Melder kommen im Haushalt oder am Arbeitsplatz zum Einsatz, um den Kohlendioxid Wert im Vergleich zum Sauerstoff in der Atemluft zu überwachen z.B. für Raumluft hygienische Anforderungen.


Ist Kohlendioxid für den Menschen gefährlich?


Kohlendioxid ist ein natürliches Gas und in normalen Konzentrationen nicht für den Menschen gefährlich.

In hohen Konzentrationen (8%) kann Kohlendioxid für den Menschen schädlich und sogar lebensgefährlich sein.

Symptome einer leichten Vergiftung sind Schwindel, Kopfschmerzen, Herzklopfen und Atemnot.


Wie hängt die CO2 Konzentration mit der Corona Ansteckungsrate zusammen?


Die menschliche Atmung ist die Hauptquelle für CO2 in Innenräumen.

Jeder Mensch atmet pro Minute etwa 8 Liter Luft aus. Die ausgeatmete Luft enthält neben CO2 auch Aerosole.


Ist eine Person mit dem Virus infiziert, können diese Tröpfchen auch Viruspartikel enthalten.

Atmet ein gesunder Mensch diese kontaminierten Tröpfchen ein und überschreitet die darin enthaltene Anzahl an Partikel eine minimale Infektionsdosis, so kann die Krankheit übertragen werden.


Forscher der TU Berlin untersuchten diese Gefahr der Ansteckung in Räumen durch virenbeladene Aerosole in der Atemluft.

Um die Übertragungswahrscheinlichkeit durch Aerosole zu verringern, braucht es viel Frischluft.

Sie schlagen vor, die Konzentration von CO2 in der Luft zu verfolgen, denn der CO2-Messwert ist ein guter Indikator für die Frischluftzufuhr.


Wie kann ich das Gesundheitsrisiko senken durch Raumluftbefeuchtung und CO2-Überwachung?


Die Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch erfolgt überwiegend in Gebäuden und in öffentlichen Verkehrsmitteln, wo sich viele Personen aufhalten.

Bei tiefen Außentemperaturen wird in den Innenbereichen zusätzlich geheizt. Das Resultat sind meist Temperaturen von 20 bis 23 °C in Kombination mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit von unter 40 %.


Diese klimatischen Bedingungen sind ideal für Corona-Viren.

Zudem entsteht durch die ausgeatmete Atemluft vieler Menschen eine hohe Konzentration an CO2 und Aerosolen.

Damit nimmt das Übertragungsrisiko durch Kontakte und Tröpfcheninfektionen zu.

Gerade in Büros mit mehreren Mitarbeitern bedeutet das ein höheres Infektionsrisiko.

Was kann man in Räumen tun, um zusätzlich zu den üblichen Maßnahmen wie Schutzmasken und Abstandsregeln die Gefahr einer Ansteckung über Aerosole zu verringern?


Teil 1: Temperatur und Feuchte der Raumluft feststellen


Das Außenklima kann man selbst nicht beeinflussen.

Sie können allerdings für ein optimales Raumklima sorgen:


Die entscheidenden Faktoren Temperatur und Luftfeuchte regeln Sie individuell.

Die Temperatur messen Sie mit einem Thermometer.


Der für den Menschen angenehme Temperaturbereich liegt zwischen 20 und 23°C.

Eine wesentlich höhere Raumtemperatur belastet auf Dauer den Organismus.


Daher ist es empfehlenswert, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, um das Infektionsrisiko in Gebäuden zu senken.


Normalerweise wird eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 % empfohlen. In diesem Zusammenhang gilt aber ein Wert von mindestens 50 % als optimal.


Um gleichzeitig die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit zu messen, benötigen Sie ein Thermo-Hygrometer. All-in-One Geräte wie Wetterstationen messen neben der Temperatur häufig auch die Luftfeuchte sowie weitere Messwerte. Diese Geräte unterstützen Sie ebenfalls dabei, das optimale Raumklima zu finden.

Teil 2: CO2-Konzentration in Innenräumen messen


In genutzten Innenräumen hängt die CO2-Konzentration im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

  • Anzahl der Personen im Innenraum,

  • Raumvolumen,

  • Aktivität der Raumnutzer,

  • Zeitdauer, die Personen im Innenraum verbringen,

  • Verbrennungsvorgänge im Innenraum, z. B. Kamin

  • Luftwechsel bzw. Außenluftvolumenstrom.

Messen Sie über den Nutzungszeitraum kontinuierlich die CO2-Konzentration mit einem CO2-Messgerät.


Dabei wird mit der Messung begonnen, nachdem der Raum mindestens 15 Minuten lang kräftig durchgelüftet wurde.


Damit ergibt sich als Ausgangspunkt in etwa die CO2-Konzentration der Außenluft von ca. 400 ppm. Der Ort der Messung sollte sich in einer Höhe von 1,5 m und einem Abstand von mindestens 1–2 Metern von den Wänden befinden.


Die folgenden CO2-Werte gelten für Gebäude, in denen sich Personen aufhalten, z. B. Schulen, Büros, Krankenhäuser, Restaurants und alle Arten von öffentlichen Gebäuden:

  • Optimale Luftqualität: Die CO2-Konzentration liegt unter 800 ppm.

  • Mittlere Luftqualität: Die CO2-Konzentration liegt zwischen 800 ppm und 1.200/1.400 ppm.

  • Schlechte Luftqualität: Die CO2-Konzentration liegt über 1.200/1.400 ppm.

Das Umweltbundesamt empfiehlt, bei der Überschreitung eines Wertes von 1000 ppm CO2 frische Luft von draußen in den Raum zu lassen.

Diese Angaben beziehen sich jedoch auf eine „normale“ Umgebungssituation. Während der Pandemie gilt es, die CO2-Konzentration und damit die Aerosol-Dichte so niedrig wie möglich zu halten.

Teil 3: Luftfeuchte und CO2-Konzentration anpassen


Um das Übertragungsrisiko von Viren zu reduzieren, ist es wichtig, dass Sie gegebenenfalls die relative Luftfeuchtigkeit erhöhen, wenn der Messwert unter 50 % liegt.


Zudem verbessert die feuchtere Raumluft die Abwehrfunktion der Atemwege bei gesunden Personen. Je nach Temperatur und Feuchtigkeit der Außenluft bewirkt Lüften häufig die gewünschte Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in Räumen.


Auch bei zu viel C02 ist eine regelmäßige Frischluftzufuhr die einfachste Schutzmaßnahme.


Um das Risiko einer Ansteckung mit Coronaviren so gering wie möglich zu halten, gilt es, sowohl in privaten Wohn- und Aufenthaltsräumen wie auch in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Bibliotheken, Restaurants, am Arbeitsplatz und in Büroräumen auf eine optimale Luftfeuchtigkeit und CO2-Konzentration zu achten und die Werte regelmäßig mit geeigneten Messgeräten zu überprüfen.


Es wird empfohlen, in Corona-Zeiten Büro-, Veranstaltungs- und Seminarräume alle 20 Minuten für mindestens 5-10 Minuten zu lüften.

Die Hygiene-Richtlinien der meisten Bundesländer sehen eine Stoßlüftung der Klassenräume alle 45 Minuten vor.

Im Privatbereich sollten Sie aber auch mehrmals täglich mit Stoßlüftung gelüftet werden.


Auf unserer Protecteria bei Pinterest hier haben wir wieder beispielhaft einige Produktlinks zu CO Warnmeldern und CO2 Anzeigen aufgeführt.

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