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  • Uwe Kronenberg

Elektrosmog - wirklich gefährlich?

Aktualisiert: Mai 23

Durch Vewendung von Technologien wie Stromversorgungsnetz oder Mobilfunk entstehen in der Umwelt des Menschen immer mehr elektrische, magnetische und elektromagnetische (EMF) Felder.

Analog zur Bezeichnung der Luftverschmutzung wird dieses Phänomen auch als Elektrosmog bezeichnet.


Im Gegensatz zur Luftverschmutzung ist bei elektromagnetischen Feldern die Menge und Intensität mit unseren Sinnen nicht erkennbar, denn diese Strahlung ist unsichtbar und geruchlos.


Elektromagnetische Strahlung durchdringt sogar Mauern und der Körper reagiert wie eine Antenne auf diese Felder.


Das führt bei vielen zur Unsicherheit über die mögliche Gefährdung und immer wieder zu teils auch unsachlichen Diskussionen.


Obwohl die Energie dieser Strahlung nicht ausreicht um Atome und Moleküle aufzuladen und daher im Normalfall völlig unbedenklich ist, kann es in besonderen Situationen oder bei empfindlichen Menschen zu Problemen führen.


Mögliche Geräte und Anlagen mit Mikrowellenstrahlung sind zum Beispiel:

  • Sendemasten und einige Mobilfunknetze

  • drahtlose Videoübertragungssysteme

  • Funksender und Fernsteuerungen

  • Bluetooth Geräte

  • WLAN-Router und WLAN-Verstärker

  • Mikrowellen Geräte in der Küche

  • Strommasten

  • Auto Bordelektronik und Freisprechanlagen

  • Auto Sitzheizung



Solange die gültigen Grenzwerte und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, sind Mikrowellen eigentlich unschädlich.


Die aktuell festgelegten Grenzwerte liegen zwischen 0,2 und 5mW/cm2. Beispielsweise liegt der Höchstwert bei Küchen-Mikrowellenherden bei 5mW/cm2 und der von UMTS-Mobilfrequenzen bei ca. 1mW/cm2.


Beschädigte Geräte mit defekter Abschirmung können aber zur Gefahrenquelle werden und sogar gesundheitsbeeinträchtigende Leckstrahlung aufweisen.


Auch werden verschiedene Mikrowellengeräte durch ungünstige Positionierung im Haushalt zu Störquellen und beeinflussen beispielsweise die Leistung des WLAN und anderer drahtloser Verbindungen.


Man sollte die Gefahr also auch nicht unterschätzen, die durch alltägliche Situationen entstehen können und die Strahlung erhöhen oder sich auf empfindliche Personen negativ auswirken können.


Insbesondere ältere oder undichte Mikrowellengeräte in der Küche können zu einer Gefahrenquelle werden.


Überhaupt ist die Benutzung älterer Geräte oder nicht zugelassener Geräte aus Fernost potentiell eine Gefahr für erhöhte Strahlung.


Und wussten Sie zum Beispiel?


Smartphones, Handys und Tablets mit LTE oder UMTS sind zum Beispiel besser als der alte GSM Standard.


Im GSM Standard wird für den Rufaufbau mit maximaler Leistung gesendet. Danach regelt das Gerät auf die benötigte Sendeleistung herunter.

Beim UMTS- oder LTE-Standard ist es genau umgekehrt. Es beginnt den Verbindungsaufbau mit der geringsten Sendeleistung um dann bis zur benötigten Leistung zu erhöhen.


Smartphones und Tablets im WLAN Netz erzeugen eine geringere Strahlung als im Funknetz.

Und wenn der Empfang schlecht ist, wird mehr Strahlung erzeugt um die Verbindung herzustellen als bei guter Empfangsstärke.


Das sind nur einige Beispiele die zeigen wie komplex das ganze Thema ist.




Im Normalfall und bei eingehaltenen Sicherheitsgesetzen ist die Strahlung von elektromagnetischen Feldern also für den Menschen relativ ungefährlich und es gibt weitaus gefährlichere Strahlen in unserer Umwelt.


Trotzdem bleibt immer eine gewisse Unsicherheit, denn es kann durch unsachgemäße Bedienung, falsche Einstellungen oder nicht mehr den Sicherheitsnormen entsprechenden Geräten und Anlagen doch zu Problemen kommen.


Bereits für etwa 30 bis 50 Euro kann man sich aber ein gut funktionierendes und nach den europäischen Sicherheitsnormen getestetes EMF Messgerät für den Hausgebrauch anschaffen.


Das bringt für wenig Geld zusätzliche Sicherheit und ist sowohl im Haushalt wie auch im Außenbereich einsetzbar.



Es geht sogar noch billiger für 10 bis 20 Euro und auch für das Smartphone.

Diese Geräte werden nicht über den normalen Fachhandel vertrieben, sondern über Plattformen wie Ebay, Amazon usw. und haben meist keine Zertifikate zur Erfüllung der europäischen Sicherheitsnormen.

Daher auf jeden Fall mit Vorsicht zu genießen und man sollte darauf achten, dass die Geräte von einem deutschen Händler geliefert werden und nicht aus dem Ausland.


Das Messen des Elektrosmogs ist sicherlich eine hilfreiche Unterstützung und Vorbeugung.


Allerdings nimmt der nahezu unüberschaubare Mix and Strahlungsquellen beinahe täglich an Ausmaß zu.


Daher kann das Elektrosmog Messen lediglich eine Momentaufnahme sein, die an einem Ort stattfindet.

Die gemischte Strahlung ändert ständig ihr Aufkommen und ihre Zusammensetzung durch Inbetriebnahme oder Abschaltung der elektromagnetischen Quellen.


Das Elektrosmog Messgerät gibt wertneutrale Auskunft über aktuelle Strahlungsmenge und Intensität.


Durch das Erkennen und verändern des Zustandes

  • Ein- und Ausschalten von Geräten

  • Änderung des Gerätestandortes

  • Geräteaustausch gegen strahlenärmere Varianten

kann das Nutzungs- und Verbrauchsverhalten angepasst werden, um die Belastung zu senken.


Auf Protecteria bei Pinterest haben wir einige Links zu Messgeräten in der Preisklasse 30 bis 50 Euro mit europäischer Sicherheitszulassung für die private Nutzung zusammengestellt.


Zum Schluss noch ein Tipp für Eltern:


Ganz besonders wichtig ist die Minimierung der Strahlenbelastung für Kinder.


Sie befinden sich noch in der Entwicklung und könnten deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren.


Deaktivieren Sie beim Smartphone Ihres Kindes z.B. "Datenverbindungen über Mobilfunk".

Damit ist Ihr Kind telefonisch erreichbar und die Strahlenbelastung wird reduziert.


Wer unbedingt auf dem Smartphone oder Tablet online spielen oder andere Datenverbindungen nutzen will, sollte das zuhause über eine WLAN-Verbindung tun.


Und hier noch ein informatives Video zu Elektrosmog


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